Publisher's Synopsis
Christa Wolf und Uwe Johnson wurde immer wieder ein "literarischer Werkdialog" (Hoppe) nachgesagt. Ihre Romane standen dabei jedoch fÃ"r vermeintlich unterschiedliche deutsche Literaturen. Zwanzig Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung ist es Zeit, die beiden kanonischen Autoren und ihre Werke im Rahmen einer deutschen Literaturgeschichte ins Verhältnis zu setzen. In der vorliegenden Studie vertreten Wolf und Johnson zwei Perspektiven auf die deutsche Geschichte, zwei Arten des Umgangs mit dem Konflikt zwischen Staat und Individuum und zwei Möglichkeiten, von Heimat und Hoffnung zu erzählen. Neben zentralen poetologischen Schriften werden Johnsons "Mutmassungen Ã"ber Jakob", "Das dritte Buch Ã"ber Achim" und "Jahrestage" sowie Wolfs "Geteilter Himmel", "Nachdenken Ã"ber Christa T." und "Kindheitsmuster" analysiert. Es ist die erste deutschsprachige Monographie zu diesem Thema. Sie fasst die bisherige Forschung kritisch zusammen und bildet einen anregenden Ausgangspunkt fÃ"r die weitere Debatte.